Beim Tag der Architektouren war in Sömmerda zu sehen, wie man in einem Geschäft das „Gras wachsen hören“ kann.

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Zu sehen gab es in Sömmerda, in der Marktstraße 8, wie zwei Fach-Frauen einen gemeinsamen Nenner fanden und so eine ganz individuelle Laden-Einrichtung entstand.

„Die Räume habe ich seit 1994 gemietet, sie waren überarbeitungsbedürftig“, blickt die Hörgeräteakustikerin Dagmar Neumann zurück. Sie suchte sich für ihr Vorhaben, das Geschäft völlig neu zu gestalten, via Internet einen kompetenten Ideengeber und Begleiter bei der Realisierung. „Bei Jutta Kehr, die in Erfurt ein Architekturbüro hat, war ich genau richtig. Sie hat mir fünf Vorschläge unterbreitet, wobei für mich zwei Dinge wichtig waren: schön und zweckmäßig.“ In die Umsetzung hat Dagmar Neumann Firmen aus der Region eingebunden. „Es war ein ganz tolles Arbeiten, und in einer Woche war alles geschafft.“

Jutta Kehr war bei der Präsentation nicht dabei, sie hatte Urlaub. Sie schrieb in einem Beitrag für die Architektenkammer: „Im Konzept ist der philosophische Gedanke des Hörens versteckt: Die weichen Formen von Regal und Tresen adaptieren den Fluss der Schallwellen; mit den verschiedenen Grüntönen wird man ‚das Gras wachsen hören‘. Die kreisrunden Einbauleuchten schaffen nicht nur optimales Licht, sie sind der heitere Sonnenhimmel über der grünen Wiese.“